Veranstaltung: | Kreismitgliederversammlung 05./06. April 2025 |
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Tagesordnungspunkt: | TOP 2 Wahlen für die Ratsreserveliste von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Kreisverband Köln |
Antragsteller*in: | Andreas Wolter |
Status: | Eingereicht |
Eingereicht: | 28.03.2025, 12:16 |
B22: Andreas Wolter
Selbstvorstellung
Als Ratsmitglied und Bürgermeister dieser Stadt habe ich in den vergangenen Jahren Verantwortung für Köln und ihre Bürgerinnen und Bürger übernommen. Ich bewerbe mich bei euch für einen aussichtsreichen Listenplatz im Rat unserer Stadt.
Ich bringe viel kommunalpolitische Erfahrung mit und ich kämpfe für die grüne Sache! Bei der vergangenen Wahl habe ich mit einem super Team im konservativen Wahlkreis Müngersdorf/Braunsfeld aus 13 % Rückstand einen Vorsprung von 17% erkämpft und diesen erstmals für die Grünen gewonnen.
Ein Thema, das mir in diesem Wahlkreis besonders am Herzen liegt, ist der Erhalt des Grüngürtels.
Für mich kommen dort weitere Bauten, insbesondere Hochbauten - wie zum Beispiel die Erweiterung des Stadions - nicht in Frage. Ich bitte um euer Vertrauen – weil wir gemeinsam viel erreicht haben und noch viel zu tun ist. Ich habe dafür ein starkes Votum des Ortsverbandes Lindenthal.
Ich stehe für eine demokratische, gerechte und zukunftsfähige Stadt. Für den Zusammenhalt in unserer vielfältigen Stadt braucht es Nahbarkeit, Empathie, Haltung und grüne Lösungen. Politik muss nah bei den Menschen sein – auf den Straßen, in den Veedeln, bei den Initiativen. Das Ehrenamt ist dabei unser stärkstes Band. Es verbindet Verwaltung, Politik und Stadtgesellschaft. Bei meinen vielen Terminen als Bürgermeister, die mich in viele Wohnzimmer in den Veedeln geführt haben, habe ich das zum Ausdruck gebracht und immer für eine diverse, solidarische und bunte Stadt geworben, in der jede*r einen Platz hat. Es ist genug Köln für alle da!
Ich stehe für Klimaschutz – klar, konsequent, sozial gerecht. Als Vorsitzender des europäischen Klima-Bündnisses kämpfe ich für Klimagerechtigkeit. In Köln setze ich mich besonders für den Stopp fossiler Brennstoffe, die Anpassung der Stadt an die durch den Klimawandel entstehenden Extremwetterereignisse wie Hitze, Fluten, Trockenheit ein. Wir brauchen eine Verkehrswende durch eine sehr gute Fahrradinfrastruktur und weniger Autos in der Stadt. Dafür muss auch die KVB wieder ein leistungsstarkes Unternehmen werden, der Streckenausbau muss voran kommen - und zwar oben. Klimaschutz gelingt nur gemeinsam – lokal und global.
Ich stehe für starke Kommunen. Die großen Herausforderungen unserer Zeit lösen wir vor Ort. Dafür brauchen wir Geld von Land, Bund und EU. Der Klimaschutz muss kommunale Pflichtaufgabe werden. Denn nur mit einer fairen Finanzierung gelingt die sozial-ökologische Transformation.
Ich bringe Köln in nationale und europäische Netzwerke ein – als Stimme für eine starke, nachhaltige Stadt. Im Deutschen Städtetag, im Rat der Gemeinden Europas und dort insbesondere im deutsch-französischen Ausschuss. Rechte Kräfte wollen diese Zusammenarbeit durch Abschottung, Abgrenzung und Ausgrenzung verhindern. Ich hingegen setze mich ein für Zusammenarbeit, Austausch und Respekt. Köln ist europäisch – und das ist unsere Stärke.
Ich verteidige unsere demokratischen, europäischen Grundwerte. Gegen rechte Hetze in Köln und gegen Angriffe von außen – von autoritären Regimen bis zur Desinformation. Ich habe die Städtepartnerschaft mit Dnipro in der Ukraine auf den Weg gebracht. Angefangen von der ersten Kontaktaufnahme 2022, über den Antrag im Kölner Rat, die Ukraine-Tage in Köln, den Einsatz für das Blau-Gelbe Kreuz bis zur endgültigen Vertragsunterzeichnung. Die Städtepartnerschaft mit Dnipro ist ein konkretes Zeichen: für Solidarität, Freiheit und Urban Diplomacy. In diesem Sinne will ich endlich auch eine Städtepartnerschaft mit einer Stadt südlich der Sahara erreichen. Denn zentraler Bestandteil der Aufarbeitung des europäischen Kolonialismus in Afrika ist ein fairer Austausch auf Augenhöhe auf lokaler Ebene.
Ich stehe für Vielfalt und Inklusion – auch persönlich. Als schwuler Mann weiß ich, wie wichtig Gleichberechtigung ist und wie hart sie erkämpft wurde. Ich lasse nicht zu, dass Freiheit und Minderheitenrechte zurückgedreht werden. Queerfeindlicher Hetze - bis hin zu persönlichen Angriffen - stelle ich mich entschlossen entgegen. Köln bleibt bunt – mit mir.
Ich kämpfe für Menschenrechte – in Köln und weltweit. Dazu zählt die Unterstützung von Menschenrechtsaktivist*innen, das Stärken von Frauenrechten, von LGBTIQ+ und indigener Völker. Ich setze mich weiter für die Rechte der Kurden und inhaftierter Menschenrechtsverteidiger*innen in der Türkei oder die belarussische Opposition ein. Köln soll Vorbild sein – eine Stadt der Menschenrechte. In diesem Bereich müssen wir noch mehr machen und dafür brauchen wir mehr Geld.
Ich verspreche euch: Wenn ihr mir erneut euer Vertrauen schenkt, mache ich weiter – mit voller Kraft, klarer Haltung und grüner Überzeugung im Team der Ratsfraktion. Für Köln. Für unsere Zukunft.
Ich bin bereit – gebt mir eure Stimme!
- Alter:
- 60
- Beruf:
- Dipl.-Betriebswirt