Veranstaltung: | Kreismitgliederversammlung 05./06. April 2025 |
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Tagesordnungspunkt: | TOP 2 Wahlen für die Ratsreserveliste von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Kreisverband Köln |
Antragsteller*in: | Bärbel Hölzing-Clasen |
Status: | Eingereicht |
Eingereicht: | 14.03.2025, 17:46 |
B3: Bärbel Hölzing-Clasen
Selbstvorstellung
Liebe Kölner Grüne, liebe Freundinnen und Freunde,
Kölle is e Jeföhl – in Köln sind wir-Zuhause. Köln ist eine Stadt, die wie keine andere für Vielfalt, Weltoffenheit und Toleranz steht. Dieses gelebte Miteinander ist keine Selbstverständlichkeit: Es ist eine Aufgabe, der wir uns jeden Tag stellen müssen. Und das tun wir Grüne.
Chancengerechtigkeit treibt mich an und ist meine Motivation gewesen, in die Politik zu gehen; so engagiere ich mich seit vielen Jahren leidenschaftlich für grüne Politik z. B im Ausschuss für Schule und Weiterbildung. Ich kann und will mich nicht damit abfinden, dass der Bildungserfolg eines Kindes vom Elternhaus abhängt.
Dieses Potenzial zu heben, das ist nicht nur eine bildungspolitische, sondern auch eine gesellschaftliche Aufgabe.
Bildung darf kein Privileg sein, sondern muss für alle gleichermaßen zugänglich sein. !
2020 wurde ich auf die Reserveliste für die Kommunalwahl gewählt, außerdem habe ich in dem Wahlkreis Bilderstöckchen/Mauenheim direkt kandiert. Den Wahlkreis habe ich – gegen die SPD, die ihn seit Urzeiten innehatte - das erste Mal für die GRÜNEN gewonnen.
Ich bin seit 2020 Mitglied im Rat der Stadt Köln sowie Mitglied in der Landschaftsversammlung Rheinland. Im Rat der Stadt Köln bin ich schulpolitische Sprecherin im Ausschuss für Schule und Weiterbildung und Mitglied im Bau- und im Kulturausschuss. Auf kommunaler Ebene kenne ich mich deshalb gut aus, habe schon viele grüne Themen platziert und umgesetzt und besitze gute Kontakte in die Verwaltung.
Wir haben in der vergangenen Wahlperiode in Köln mit der Schaffung von vielen Schulplätzen in allen Schulformen die bisherige Misere - vor allem die der fehlender Gesamtschulplätze – deutlich gelindert. Dadurch entstanden auch zahlreiche neue Inklusionsplätze. Diese Entspannung führte zu einer höheren Zufriedenheit vieler Eltern und Kinder.
Weiter vorantreiben möchte ich die frühe Prävention gegen Schulmüdigkeit; dazu habe ich in der Vergangenheit schon als ein Baustein das Handwerkerinnen-Haus e. V. in Nippes unterstützt und dort ganz besonders das Projekt „Kneifzange“ für Mädchen gegen Schulmüdigkeit. Grundsätzlich braucht auch das Handwerk Unterstützung, dabei spielt die Ausbildung in Köln eine wesentliche Rolle.
Unsere Stadt wächst und wir müssen bauen – auch mehr Schulen. Doch die Flächen sind begrenzt. Was Köln braucht, das ist eine sozial gerechte Stadtentwicklung. Bauen muss nachhaltig, sozial gerecht und zukunftsfähig sein. Wir dürfen unsere Böden nicht weiter versiegeln, sondern wir müssen das Gegenteil tun, nämlich entsiegeln. Schulhöfe habe ich dabei ganz oben auf meiner Agenda. Wir wollen sie bepflanzen und auch für die Nachbarschaft öffnen. Andererseits müssen vorhandene Gebäude besser genutzt werden. Öffentliche Gebäude, Schulen, Bibliotheken und Kultureinrichtungen sollten multifunktional gedacht werden – als Orte der Begegnung, des Lernens und der Kultur.
Parallel dazu brauchen wir mutige Konzepte für eine nachhaltige Stadtentwicklung und für Klimaresilienz. Energetische Sanierung, grüne Dächer, Photovoltaik auf öffentlichen Gebäuden sind nur einige Beispiele – wir können und müssen vorangehen, um unsere Stadt klimaresilient zu machen.
Doch Stadtentwicklung ist nicht nur eine Frage der Architektur, sondern auch der Gerechtigkeit. Es kann nicht sein, dass immer mehr Menschen von den steigenden Mieten aus ihren Vierteln verdrängt werden. Wohnen ist ein Grundrecht. Deshalb setze ich mich für bezahlbare Mieten und eine durchmischte Nachbarschaft ein.
Unsere Gesellschaft verändert sich. Die Generation der Babyboomer geht in den Ruhestand, während die junge Generation vor der Herausforderung steht, diese Lücke zu füllen. Doch wir dürfen diese Verantwortung nicht nur auf die Schultern der Jungen legen. Vielmehr müssen wir Strukturen schaffen, die alle Generationen einbeziehen – mit flexiblen Arbeitsmodellen, einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie und neuen Wohnformen für Jung und Alt.
Auch das Thema Pflege müssen wir vor dem Hintergrund dieser Entwicklung schnell und zukunftsfähig in den Blick nehmen. Über 30 % der Wahlberechtigten in Köln sind 60 Jahre und älter und ich nehme diese Gruppe als zunehmend an grünen Themen interessiert wahr, aber wir schöpfen dieses Potenzial nicht genügend aus. Unser Profil bei den Seniorinnen und Senioren haben wir im Wahlkampfprogramm deutlich geschärft. Die Umsetzung möchte ich ebenfalls mit anpacken und die Ü60-Brille auch bei unseren Themen wie z.B. Barrierefreiheit, wohnortnahe Anbindung an den ÖPNV, Versorgung in den Veedeln, bezahlbarer Wohnraum und Pflege aufsetzen. Niedrige Einkommen und kleine Renten betreffen besonders Frauen. Dieses ist immer noch ein Skandal. Hier müssen wir weiterhin aktiv sein. Ich bin dabei.
Liebe Grüne, liebe Freundinnen und Freunde,
wir müssen verhindern, dass die Gesellschaft weiter auseinanderfällt; und wir dürfen diese nicht dem Hass der Rechten überlassen. Armut ist der Nährboden für Frust, Aggression und Spaltung. Es liegt in unserer Verantwortung, Köln so zu gestalten, dass wir einerseits den rechten Strömungen den Boden entziehen, andererseits allen Menschen faire Chancen ermöglichen – von der frühkindlichen Bildung über inklusive Schulen bis hin zu fairen Freizeit- und Kulturangeboten.
Wir haben viel erreicht, haben aber noch mehr vor. Gemeinsam können wir Köln zu einer Stadt machen, die soziale Gerechtigkeit stärkt. Dafür trete ich an.
Mir hat die Arbeit in den verschiedenen Gremien in den letzten Jahren viel Spaß gemacht, sodass ich mich hiermit erneut um einen Platz auf der Ratsreserveliste. Von meinem Ortsverband Nippes habe ich dafür ein Votum erhalten.
Lasst uns zusammen weiter an einer besseren Zukunft arbeiten!
Zur meiner Person
- verheiratet, ein erwachsener Sohn
- Musikstudium an der Hochschule für Musik Dortmund
- langjährige Leiterin einer städtischen Kultureinrichtung, jetzt Rentnerin
- 2009 – 2020 Sachkundige Einwohnerin im Ausschuss für Schule und Weiterbildung
- 2014 – 2020 Mitglied in der Bezirksvertretung Nippes
- 2016 für ein Jahr Mitglied im Vorstand des Ortsverband Nippes
- 2016 - 2020 Mitglied im Vorstand des Kreisverbandes
- Seit 2020 Ratsfrau, schulpolitische Sprecherin im Ausschuss für Schule und Weiterbildung, Mitglied im Bau- und im Kulturausschuss
- Seit 2020 Mitglied in der Landschaftsversammlung Rheinland in den Ausschüssen Kultur, Bauen/Umwelt, Rechnungsprüfung und Schule
- Mitglied im AK Bildung, AK Grüne Alte
- Mitglied im Bürgerverein Bilderstöckchen
- Chorsängerin, Seglerin und Tüftlerin
- Alter:
- 66
- Beruf:
- Musikschulleiterin im Ruhestand