Veranstaltung: | Kreismitgliederversammlung 05./06. April 2025 |
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Tagesordnungspunkt: | TOP 2 Wahlen für die Ratsreserveliste von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Kreisverband Köln |
Antragsteller*in: | Lars Wahlen |
Status: | Eingereicht |
Eingereicht: | 31.03.2025, 14:29 |
B26: Lars Wahlen
Selbstvorstellung
Liebe Freundinnen und Freunde,
ich bewerbe mich erneut bei euch als Ratsmitglied.
2020 durfte ich erstmals nach einem krassen Wahlkampf (insbesondere mit der Grünen Jugend und den Grünen Alten) als Teil der größten Grünen Fraktion aller Zeiten in den Rat einziehen. Heute ist das Klima rauer geworden, aber als Mitglied des OV Chorweiler weiß ich, wie es ist, außerhalb unserer Grünen Hochburgen Wahlkampf zu machen.
In den letzten Jahren mussten wir auf Bundesebene viele schmerzhafte Kompromisse eingehen. Gerade in Köln haben vielen Wähler*innen ihr Vertrauen in uns verloren und Volt oder die Linke gewählt. Nun gilt es diese verlorenen Wähler*innen davon zu überzeugen, dass wir in der nächsten Ratsperiode auch in schwierigen Situationen zu unseren Überzeugungen stehen.
Verkehrspolitik bedeutet Klimaschutz
Trotz der schwierigen Weltlage haben wir die letzten Jahre genutzt, um Köln auf den Weg zur Klimaneutralität bis 2035 zu bringen. Insbesondere der Verkehrssektor muss hier einen großen Beitrag leisten.
Von einer schwarz-roten Koalition in Berlin (mit einem Verkehrsminister der CSU) können wir in den nächsten Jahren aus Berlin nichts in Richtung Verkehrswende erwarten. Es liegt also an uns in Köln nicht aufzugeben und unsere Anstrengungen zu verdoppeln.
Als verkehrspolitischer Sprecher unserer Fraktion konnte ich in den letzten Jahren viel Erfahrung sammeln und Projekte anstoßen. Mit den RadPendlerRouten fördern wir das Pendeln mit dem Rad auch aus dem Umland. Und mit den Radverkehrskonzepten in allen Bezirken schaffen wir gute Radwege in den Veedeln. Mit dem Expressbusnetz werden wir neue schnelle ÖPNV-Verbindungen schaffen.
In der nächsten Ratsperiode möchte ich diese Projekte mit einer starken Grünen Fraktion, unserem “Grünen” Verkehrsdezernenten und Berîvan als Oberbürgermeisterin auch zur Umsetzung bringen.
Eine zuverlässige KVB
Ein leistungsfähiger, komfortabler und zuverlässiger ÖPNV ist das Rückgrat der Verkehrswende.
Im Namen der Effizienz wurde seit langem bei der KVB am falschen Ende gespart. Um Personal zu sparen wurden die Schichten immer enger gestrickt und Pausenzeiten reduziert, durch den höheren Stress werden immer mehr Fahrer*innen krank und es kommt zu den vielen Ausfällen.
Durch einen massiven Ausbau der Fahrschulkapazitäten für Bus und Bahn wirken wir dem entgegen. Damit uns dieses Desaster nicht noch einmal passiert, müssen wir darüber hinaus in den nächsten Jahren die Berufe im ÖPNV attraktiver machen. Mehr Ruhe- und Pausenzeiten, weniger Stress und Vereinbarkeit von Beruf und Familie, für all das brauchen wir mehr Personal und mehr Geld, deshalb müssen wir Wege finden, um zusätzliches Geld in das ÖPNV-System zu bringen, z.B. durch eine Drittnutzerfinanzierung.
Flächen besser nutzen
Die Fläche in Köln ist begrenzt, deshalb dürfen wir sie nicht verschwenden. Parkende Autos im öffentlichen Raum verbrauchen ungefähr 2.862.000 m². Durch Erhöhung der Parkgebühren und Umwidmung werden wir Platz schaffen für neue Nutzungen, insbesondere für Entsiegelung. Gerade in den dicht bebauten Stadtteilen brauchen wir in Zeiten von Hitzesommern und Starkregen jeden Quadratmeter Grünfläche. Auch bei der Stadtentwicklung müssen wir mehr in die Höhe bauen. Einfamilienhäuser sind in einer wachsenden Großstadt aus der Zeit gefallen.
Aus der Grünen Blase gehen
Der Rechtsruck in Deutschland ist auch an Köln nicht spurlos vorbei gegangen. Im Kölner Südwesten hatte die AfD zwar ihr bundesweit schlechtestes Ergebnis geholt, aber gleichzeitig sind sie in Lindweiler und Chorweiler stärkste Kraft geworden. Zunehmend fühlen sich die Menschen im Bezirk Chorweiler vom Staat und den demokratischen Parteien zurückgelassen. Ständig ausfallende S-Bahnen, fehlende Kita-Plätze und verfallende Schulen bilden den Nährboden für das Erstarken rechtsextremer Parteien.
Dem Rechtsruck entgegenzutreten bedeutet nicht nur, im Wahlkampf in den Kölner Norden zu gehen und zuzuhören, sondern in den Jahren danach zu beweisen, dass die demokratischen Prozesse funktionieren und das Leben verbessern können. Der Erfolg unserer nächsten Fraktion wird auch davon abhängen, ob wir es schaffen, in einer schwierigen Haushaltslage in sozial benachteiligte Stadtteile zu investieren.
Für eine Verkehrswende für alle und eine Grüne Fraktion, die unsere ganze Stadt abbildet, bitte ich um eure Stimme.
Euer Lars
Zu mir…
- Ich studiere Rechtswissenschaften in Köln.
- Mitglied in den Ausschüssen für Verkehr, Jugendhilfe und Bürgerbeteiligung und im Aufsichtsrat der KVB.
- 2020 in den Stadtrat gewählt.
- 2017 bei den Grünen eingetreten.
- Leidenschaftlicher Radler und Aquarist.
Bei Fragen erreicht ihr mich unter lars.wahlen@mailbox.org
- Alter:
- 28
- Beruf:
- Student