Veranstaltung: | Kreismitgliederversammlung 05./06. April 2025 |
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Tagesordnungspunkt: | TOP 2 Wahlen für die Ratsreserveliste von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Kreisverband Köln |
Antragsteller*in: | Sandra Schneeloch |
Status: | Eingereicht |
Eingereicht: | 17.03.2025, 13:29 |
B7: Sandra Schneeloch
Selbstvorstellung
Liebe Freundinnen und Freunde,
Hättet Ihr mich letztes Jahr um diese Zeit gefragt, ob ich noch ein 2. Mal für den Stadtrat kandidieren möchte, hättet Ihr vermutlich ein „wahrscheinlich nicht“ als Antwort bekommen.
Der Frust
Ich hatte einfach zu viel auf dem Tablett: meinen Vollzeitjob in einer Unternehmensberatung, eine berufsbegleitende Masterarbeit vor der Brust, einen Umzug inkl. Wohnungssanierung, ich war ehrenamtliche Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Finanzen der Grünen und hatte noch dieses Ehrenamt als Stadträtin. Ganz ehrlich? Das war alles einfach ein bisschen zu viel. Die Termindichte, Treffen mit langen Diskussionen, Sitzungen und Fachgespräche, die hätten eMails sein können. Untergegangene Selbstwirksamkeit, wenn man Anträge schreibt, die von der Verwaltung begraben oder nicht umgesetzt werden. Man ist immer irgendwo, Einladungen, Arbeitskreise, Ausschüsse und in einer Großstadt wie Köln ist es auch ein Lifestyle, den man sich leisten können muss.
Und dennoch hätte ich gerne NOCH mehr gemacht, mich schneller in die Verwaltung reingedreht und mich dort vernetzt, für noch mehr Ideen und Anträge politische Mehrheiten gefunden. Aber: mehr gefasste Beschlüsse sind nicht sofort umgesetzte Grüne Ideen in die Stadt. Eine Art Entschleunigung durch die langsam mahlenden Mühlen der Verwaltung, die mir oft so nicht gefällt, die mir aber auch aufgezeigt hat, wie zum Teil unbedarft ich mein Mandat vor 4 Jahren angetreten habe. Verwaltung und demokratische Entscheidungsprozesse funktionieren nicht so, wie ich es will. Und ja, das frustriert. Ist aber auch sehr lehrreich.
Die Lust
Nun habe ich mich sortiert: die Masterarbeit im Bereich Sustainable Finance ist geschrieben und verteidigt, die Wohnung saniert und bezogen, die Bundesarbeitsgemeinschaft in gute Hände abgegeben. Ich kann und möchte mich jetzt auf eines fokussieren: unser Köln!
Meine Motivation ist zurück. Meine Steckenpferde sind die Finanz- und Wirtschaftspolitik und in diesen beiden Feldern durfte ich den letzten 4 Jahren arbeiten und ja, auch einige Erfolge erringen. Zum einen seit 2020 als finanzpolitische Sprecherin unserer Rathausfraktion, als auch als Mitglied im Wirtschaftsausschuss. Am Anfang der Wahlperiode durfte ich als Aufsichtsratsvorsitzende der AWB und Verwaltungsrätin der Sparkasse KölnBonn die große Transformationskraft unserer kommunalen Beteiligungsunternehmen begleiten. Auf diese werde ich weiter mein Auge im Finanzausschuss richten, auch wenn ich derzeit keine Aufsicht übernehmen kann, da ich als Beraterin in eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft alle potenziellen Interessenskonflikte vermeiden muss. Die Themen Klima-, Umwelt- und Naturschutz, Kreislaufwirtschaft und eine sozial-ökologische Finanz- und Wirtschaftspolitik sind meine Treiber.
Ich habe drei Haushaltsverhandlungen mit begleitet und verhandelt, bei denen wir auch unbequeme Entscheidungen treffen mussten und zukünftig werden sie noch unbequemer werden, wenn es um weitere Streichungen geht. Ich scheue nicht davor zurück, mich für Steuererhöhungen einzusetzen, wenn wir dadurch die sozialen und kulturellen Angebote der Stadt weiter aufrecht halten können. Die ausuferenden Baukosten für Großprojekte in dieser Stadt müssen wir hart kontrollieren und mit den wenigen uns zur Verfügung stehenden Mitteln unterbinden.
Ich möchte an der weiteren Ausweitung unseres Gemeinwohlbilanzierungsprojekts arbeiten, welches auf unseren Vorstoß in dieser Wahlperiode erfolgreich umgesetzt wurde. Mittlerweile haben wir 22 Kölner Selbständigen und Unternehmen durch ein Förderprojekt der Stadt eine Gemeinwohlbilanzierung ermöglich, darunter so namenhafte Unternehmen wir Schamong Kaffee, Bei Oma Kleinmann, dem Club Bahnhof Ehrenfeld, der Brauerei zur Malzmühle, und der c/o Pop als erstes Festival in Deutschland. In diesen aufgeheizten politischen Zeiten müssen wir uns vor allem Bündnisse mit willigen Unternehmen schließen, die intrinsisch motiviert eine Vorbildfunktion und Vorreiterrolle einnehmen wollen.
Das Privileg
Es ist schon etwas besonders, eine von 90 Personen sein zu dürfen, die über die Geschicke unserer Stadt entscheiden. Dabei möchte ich das Ratsmandat aber auch gleichzeitig nicht überhöhen. Kommunalpolitik ist häufig sehr unglamourös und ein Job wie jeder andere. Mit Erfolgen und Rückschlägen, manchmal ist man hoch motiviert, manchmal sehr frustriert oder genervt. Oder wie ein Ratskollege vor nicht allzu langer Zeit sagte: das schlimmste am Ratsmandat, sind die Ratssitzungen. Nach über 4 Jahren ziehe ich für mich aber den Schluss: das Gute überwiegt, die Möglichkeiten in den Ausschüssen und auf weiteren Ebenen durch gute Vernetzung zu gestalten, sind groß genug, um sich weiter einzusetzen. Wenn Ihr denn möchtet, dass ich das mache. Daher biete ich Euch an, noch einmal für den Stadtrat für Euch in die Bütt zu gehen.
Ich möchte mehr Kölner Unternehmen bei ihrem Weg begleiten, uns ein klimaneutrales Köln 2035 zu ermöglichen. Ich möchte weiter verantwortungsvoll mit den Finanzen unserer Stadt umgehen, mehr offenlegen, welche Wirkungdas von uns eingesetzt Geld entfaltet und somit den wirkungsorientierten Haushalt stärken. Ich möchte mehr Radwege, mehr Grün und geschützte Parks, mehr Plätze mit Aufenthaltsqualität, Entsieglung und Bäume in der Innenstadt. Spannenden Einzelhandel, großartige Gastronomieangebote und Festivals. Spannende Unternehmen und Zukunftsbranchen in Köln ansiedeln.
Köln ist nicht überall schön, aber oh so lebenswert. Wenn ich einen Teil dazu beitragen kann, dass es so bleibt oder gar noch besser wird, möchte ich genau das gerne tun.
Über mich
Ich bin Baujahr 1981, in Bergisch Gladbach geboren und gelernte Bankkauffrau. Meine Ausbildung habe ich mit 16 bei der Kreissparkasse Köln, u.a. am Neumarkt und an der Berufsschule in Zollstock gemacht. Mehr als 25 Berufsjahre später, davon knapp vier davon in Irland und England und mit langjährigen Stationen in der Firmenkundenbetreuung bei der Deutschen Bank und der HSBC, arbeite ich als Unternehmensberaterin bei KPMG und berate Banken auf dem strategischen Weg zu mehr Nachhaltigkeit.
Ich bin vor 16 Jahren zum ersten Mal ins Agnesviertel gezogen und leben nun ohne Unterbrechung seit 11 Jahren hier. Ich reise gerne, lasse mich bei Städte Tripps von anderen Städten für Köln inspirieren, ich nähe und verkleide mich gerne, aber leider viel zu selten. Ich bin großer Fantasy und SciFi Fan, ich bin Europäerin und Feministin.
Hier erfahrt Ihr mehr über mich und meine Arbeit für meine liebsten Veedel, das Agnesviertel und den Eigelstein: Home | Sandra Schneeloch Hier gibt es noch viel zu tun. Am Ebertplatz, das Fort X, die Bastei, um nur einige wenige Baustellen zu nennen.
In der Partei durfte ich schon mehrere Aufgaben übernehmen. Ich war Sprecherin des Partei AK Wirtschaft, Delegierte auf Landes- und Bundesdelegiertenkonferenzen, LPR, Bezirksverband Mittelrhein, als Kreiskassiererin im Kreisvorstand habe ich den letzten Wahlkampf von Henriette Reker mit organisiert und war auch Delegierte in den Landesfinanzrat und Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Finanzen. Ich habe in der Landesarbeitsgemeinschaft Wirtschaft mitgearbeitet, Neuentreffen organisiert und moderiert.
Ich unterstütze viele Organisationen, die mir am Herzen liegen: Greenpeace, BUND, NaBu, Bürgerverein Eigelstein, Frauen in die Aufsichtsräte e.V, Gemeinwohl-Ökonomie Deutschland e.V., K.R.A.K.E. e.V., Bürgerbewegung Finanzwende e.V. und bin außerdem im Beirat der Alten Feuerwache und im politischen Beirat der Grünen Wirtschaftsvereinigung.
Ich habe große Lust auf den Kommunalwahlkampf im Veedel, um die Kölnerinnen und Kölnern von uns, unseren GRÜNEN Ideen und Berivan Aymaz zu überzeugen.
Ich würde mich sehr über Euer Vertrauen für eine 2. Kandidatur für den Kölner Stadtrat freuen.
Für Fragen erreicht Ihr mich unter sandra.schneeloch@gruenekoeln.de
- Alter:
- 44
- Beruf:
- Unternehmensberaterin