Veranstaltung: | Kreismitgliederversammlung 05./06. April 2025 |
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Tagesordnungspunkt: | TOP 2 Wahlen für die Ratsreserveliste von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Kreisverband Köln |
Antragsteller*in: | Ursula Schlömer |
Status: | Eingereicht |
Eingereicht: | 27.03.2025, 13:11 |
B21: Ursula (Ulla) Schlömer
Selbstvorstellung
Liebe Freundinnen und Freunde,
ich bin nicht nur gebürtige, sondern auch begeisterte Kölnerin – außer einem Intermezzo von acht Jahren in Nippes bin ich fest auf der Schäl Sick verwurzelt.
Seit 2008 bin ich grünes Mitglied, und von Anfang an habe ich mich in meinem Heimat-OV Mülheim engagiert, ich war in unterschiedlichen Funktionen im Vorstand aktiv sowie bei vielen Wahlkämpfen am Start.
Mittlerweile blicke ich auf 12 Jahre politische Mandate zurück: Seit 2013 war ich Bezirksvertreterin in Mülheim, davon eine Amtszeit als stellvertretende Bezirksbürgermeisterin, und parallel dazu in zwei Ratsausschüssen als sachkundige Einwohnerin. Man kann also sagen, dass ich die Kommunalpolitik von der Pike auf gelernt habe. In der vorherigen Wahlperiode bin ich über die damalige Reserveliste in den Stadtrat nachgerückt, und bei der letzten Kommunalwahl 2020 habe ich in meinem Wahlkreis Dellbrück erstmals ein Direktmandat für uns Grüne geholt.
Ich möchte meine bisherige Ratsarbeit gerne fortsetzen und bewerbe mich erneut um einen Platz auf der Reserveliste. Vom OV Mülheim habe ich bereits ein Votum für den Wahlkreis Dellbrück; es ist aber völlig offen, ob ich den Wahlerfolg vom letzten Mal wiederholen kann.
Was treibt mich politisch an? Meine Herzensthemen sind der Klimaschutz und die Energiewende, vor allem aber auch die Verkehrswende. In diesen Bereichen haben wir Grüne in den vergangenen Jahren viele wichtige Impulse gesetzt und gute Projekte auf den Weg gebracht – oft gegen Widerstände von den anderen Fraktionen und erst nach zähen Verhandlungen.
Verkehr:
Es geht mir darum, den öffentlichen Raum für die Menschen und nicht fürs Auto zu gestalten. Es geht um eine faire Aufteilung der Verkehrsflächen, um Aufenthaltsqualität und Sicherheit, und nicht zuletzt um Barrierefreiheit. Hier nur ein paar Beispiele:
- Die deutliche Erhöhung der Gebühren fürs Anwohnerparken ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, auch mit der Staffelung nach Fahrzeuggröße – hier müssen wir aber noch deutlich zulegen.
- Die Pilotprojekte zu vier Schulstraßen im Stadtgebiet waren erfolgreich und wurden dauerhaft umgesetzt; es geht jetzt darum, weitere mögliche Schulstraßen in den Bezirken zu identifizieren und einzurichten, damit die Kinder sicher und selbständig zu ihrer Schule gelangen können.
- Bei der Mülheimer Brücke setze ich mich vehement dafür ein, dass nach Abschluss der Sanierung eine Fahrspur je Richtung für den Radverkehr gewidmet wird, incl. von vernünftigen Anbindungen ans Radwegenetz auf beiden Rheinseiten, vor allem rund um den Wiener Platz.
- Die Nutzung des öffentlichen Raumes und speziell des ÖPNV muss für alle Menschen möglich sein. Kaputte Aufzüge, fehlende Rolltreppen, zu niedrige Bahnsteige etc. müssen endlich der Vergangenheit angehören!
Klima und Umwelt:
Wir haben in der laufenden Ratsperiode den Klimaaktionsplan beschlossen, der mit einer Reihe von möglichen Maßnahmen aufzeigt, wie wir die Klimaneutralität bis 2035 schaffen können. Das funktioniert aber nur, wenn wir auch rechtzeitig an die Umsetzung gehen! Auch hier ein paar Stichpunkte:
- Im Bereich der Energieerzeugung sind wir auf einem guten Weg; beim Neubau von öffentlichen Gebäuden gehören PV-Anlagen inzwischen zum Standard, bei den Bestandsgebäuden ist allerdings noch deutlich Luft nach oben. Das städtische Förderprogramm für Photovoltaik sorgt für einen stetigen Zubau auf privaten Dachflächen, trotz knapper Haushaltsmittel werden wir das Programm fortsetzen.
- Erste Projekte in Richtung „Schwammstadt“ wurden umgesetzt bzw. befinden sich in der Umsetzung; hier gilt es weitere geeignete Bereiche im Stadtgebiet zu identifizieren. Dies hilft uns in trockenen Sommern, leistet aber auch einen wichtigen Beitrag zur Vorsorge vor Extremwetterereignissen.
- Wir haben den Masterplan Stadtgrün beschlossen, der die „grünen Lungen“ dauerhaft vor Versieglung schützen soll. Auch wenn wir dringend bezahlbaren Wohnraum benötigen, müssen wir bei geplanten Neubauvorhaben einen kritischen Blick auf die Grün- und Freiflächen haben.
Ich möchte in der kommenden Ratsperiode gerne an diesen (und weiteren) Themen arbeiten - zusammen mit einer möglichst starken grünen Fraktion und einer grünen Oberbürgermeisterin. Dafür bitte ich um Eure Unterstützung!
Privates:
- verheiratet, drei erwachsene Söhne und drei Enkelkinder
- begeisterte Radfahrerin und Hobby-Gärtnerin
Berufliches:
- Ausbildung zur Bankkauffrau und Sparkassenbetriebswirtin
- mehrjährige Tätigkeit bei den beiden Kölner Sparkassen (schwerpunktmäßig im Kreditgeschäft)
- Allrounderin in einer kleinen Agentur für Grafikdesign
- 20 Jahre in einem mittelständischen Betrieb der Solarindustrie (verantwortlich für den Bereich Finanzen-Controlling)
Wenn Ihr noch Fragen habt, dann meldet Euch gerne!
Viele Grüße, Ulla
- Alter:
- 66
- Beruf:
- Bankkauffrau/Sparkassenbetriebswirtin (im Ruhestand)